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Wie können wir Theorie mit Bewegung auflockern und dabei auch noch das gerade Gelernte wiederholen, um die Vergessenskurve zu verringern? Bei unserem letzten Workshop haben Julia Kommerell und ich ein neues Lernspiel ausprobiert, das super funktioniert hat.

Ein häufiger Wunsch meiner Teilnehmer_innen ist es, in dem theoretischen Abschnitt zu Beginn des Workshops mehr Bewegung und Leichtigkeit hineinzubekommen. Hier geht es ja ersteinmal um die Einführung in Dragon Dreaming und danach um den Dragon Dreaming Kreislauf. Das ist viel Kopffutter!

Deshalb haben Julia Kommerell und ich bei unserem letzten Workshop im Ökodorf Sieben Linden ein neues Lernspiel ausprobiert, das super angekommen ist, Spaß gemacht hat und das Verstehen des Kreislaufes vereinfacht hat (und damit auch die Erstellung des Karabirrdts später). Und so geht’s:

Die Schneeballschlacht

Im Anschluss an den theoretischen Input zum Dragon Dreaming Kreislauf teilen sich die Teilnehmer_innen in vier Gruppen auf. Wir haben einfach die Teilnehmer, die im Stuhlkreis “in” den jeweiligen Phasen nebeneinander saßen, zu einer Gruppe zusammen gefasst.

  • Alle teilen sich in 4 Gruppen auf.
  • Jede Gruppe erhält 1 Phase (Träumen, Planen, Handeln, Feiern).
  • Nun gibt man ein einfaches Beispiel vor. Wie haben etwa das Anlegen eines gemeinschaftlichen Stadtgartens als Beispiel vorgegeben.
  • Jede Gruppe hat nun 10 Minuten Zeit, um zu überlegen, welche Schritte in dem Beispielprojekt in ihrem Abschnitt zu tun sind (also bei den jeweils 3 von den 12 Schritten).
  • Für jeden Schritt schreiben sie etwas auf einen DINA-4-Blatt
  • Dann knüllen alle gemeinsam ihre Zettel zu einem Ball (das ergibt eine tolle Klangkulisse!)
  • Anschließend gibt es eine „Schneeballschlacht“ (2-3 Minuten).
  • Schließlich nimmt jede/r Teilnehmer_in einen Ball, entfaltet ihn und schaut, was draufsteht, legt ihn zu dem passenden Schritt und erklärt warum er/sie ihn dorthin legt.
  • Wer danach kommt und meint, sein/ihr Zettel passe dort besser hin, kann seinen Zettel hinlegen, muss aber den Zettel, der vorher dort lag, woanders hinlegen/zuordnen. Die kollektive Intelligenz wird spürbar.
  • Wenn es mehr als 12 Teilnehmer_innen gibt, kann man entweder mehrere Zettel pro Schritt nehmen oder manche Teilnehmer_innen haben keinen Zettel zum zuordnen…

P.S. In dieser wunderbar kreativen Gruppe hat die Dokumentationsgruppe übrigens eine SEHR kreative und inspirierende Dokumentation gemacht – zu dem neben Theater, Interview und Bewegung auch die Wundertüte gehörte, die oben zu sehen ist und einen nie schmelzenden Schneeball enthielt… :-)