Panther Ray – der Traum von einem Floß auf der Spree für alle

(von Dragon Dreamerin Anja Adler)

Dank Dragon Dreaming bin ich gerade dabei mir den Traum von einem Floß auf der Spree und einer lebendigen, nachhaltigen Gemeinschaft zu erfüllen. Denn auch wenn ich vielleicht einen anderen Weg gefunden hätte, ein Floß zu bauen, gäbe es die „Panther Ray“, uns als Team und unsere anspruchsvollen gesellschaftlichen Ziele nicht ohne Dragon Dreaming. Mit dem Ziel keine Kompromisse zu machen und ein Projekt zu starten, in dem alle acht ProjektstarterInnnen gleichberechtigt ihre Floßträume wiederfinden, haben wir uns Anfang Februar für ein Wochenende getroffen. Völlig ergebnisoffen – damals war noch nicht klar, ob wir in dieser Gruppenkonstellation überhaupt ein Floß bauen würden – haben wir durch Dragon Dreaming uns und unsere Visionen kennen gelernt.

PantherRay

Alles im Floß

Ich arbeite noch nicht so lange mit Dragon Dreaming und war sehr dankbar, dass sich die Gruppe darauf eingelassen hat, etwas Neues mit mir auszuprobieren. Ich war unsicher, ob mir die Doppelrolle, gleichzeitig die Gruppe zu facilitieren und Teil der Gruppe zu sein, gelingen würde. Letztendlich habe ich dann ganz darauf vertraut, dass nicht nur ich, sondern wir alle, durch den Dragon Dreaming-Rahmen unseren Weg finden. Den kompletten ersten Tag haben wir deshalb auch erstmal damit verbracht, so lange von unserem Floß zu träumen, bis jeder und jede alles gesagt hatte, was gesagt werden wollte – vom Traum einer Floß-Demo, der Bemalung und dem Kräutergarten auf dem Floßdach, von “Sex auf dem Außenborder” bis zum Open Source-Gedanken. In einem Traumkreis, in dem die Träume gemeinsam von allen gelesen werden, entstand so unser Gemeinschaftstraum von einem recycelten, Open Source-Floß, das Teil einer größeren Floßgemeinschaft ist und so viele Leute und Aktionen, wie möglich, einbindet. Panther Ray, ein Wortspiel auf das griechische „Alles fließt“, passt deshalb auch schon zum Entstehungsprozess. Von Beginn an stimmte die Energie für das Floß.

Folie1

Ein Floßgruppenkern und seine Aufgaben

Am zweiten Tag hieß es dann konkret zu werden und diesen riesigen Traum in Arbeitsschritte zu übersetzen. Bei so viel Träumen waren die ersten auch schon skeptisch, ob das überhaupt geht. Doch schließlich haben wir die über 40 Träume in Termine, Aufgaben und Rollen übersetzt und der Projektplan stand. Am Ende des Sonntags haben wir uns dann alle dazu verpflichtet, unsere Vision zu realisieren – mit mehreren Stunden Arbeit jede Woche, mit regelmäßigen Treffen, mit Arbeitsgruppen, die sich z.B. um die Finanzierung, den Bau oder die Liegeplatzsuche kümmern. Für mich noch wichtiger ist allerdings einmal mehr zu erfahren, wie wir an diesem Wochenende von acht einzelnen TräumerInnen, die sich nicht oder nur teilweise kannten, zu einer Floßgemeinschaft geworden sind – einem Floßgruppenkern (FGK) sozusagen. Wir haben unsere Träume und Ängste geteilt und gemeinsam entschieden, welche Aufgaben wir zuerst angehen, damit das Projekt auch wirklich klappt.

Auch im weiteren Projektverlauf wollen wir mit der „Panther Ray“ der Projektphilosophie des Dragon Dreaming gerecht werden: So soll jeder in der Gruppe immer Raum und Zeit haben an den Herausforderungen im Projekt und in der Gruppe zu wachsen – was auch bedeutet, dass man mal abtauchen, Fehler machen oder rummaulen darf. Wir wollen unsere Gruppe weiterhin offen für Veränderung halten, aber vor allem auch einen gesellschaftlichen und nachhaltigen Beitrag leisten. Wir verstehen unseren Floßgruppenkern vor allem dieser Vision verpflichtet und freuen uns deshalb, über jeden und jede, der/die weiter mit uns träumen will. Wir wollen Spaß haben, aber immer auch mehr als das: Jetzt braucht es also auch euch und eure Träume, damit auch unsere wahr werden können!

Panther Ray mit der aktuellen Crowdfunding Kampagne unterstützen www.startnext.com/pantherrayfloss

Mehr über das Projekt erfahren und Teil davon werden ZUM PROJEKT