Andreas Boegner

Adresse: Schulstr. 12c, 14641 Nauen OT Wachow
Mail: Mit-Drachen-tanzen@biomail.de

Ort Berlin, Brandenburg, weltweit
Sprachen
  • deutsch
  • englisch
  • holländisch rudimentär
Aktivitäten
  • Mit-Drachen-Tanzen : DD-Einführungs-, Intensiv- und Erhebungsworkshops (WIPS-Raising), Projektentwicklung und -begleitung
Über mich

Mein beruflicher Werdegang als biologisch-dynamischer Landwirt und Dipl.Ing. Agrar. hat mich zu verschiedenen ländlichen und sozialen Initiativen gebracht, in denen ich gearbeitet und gelebt habe. Diese sind z.T. an nicht zu Ende gebrachten Entwicklungsprozessen und der mangelnden Offenheit, alle Wünsche an das Projekt darzustellen, gescheitert. Unzureichender Austausch hierüber hat zu sozialen Verwerfungen und dem Ausscheiden einzelner Mitglieder geführt.

Die Suche nach einer geeigneten Methode die die gleichberechtigte Teilhabe aller Mitstreiter ermöglicht, hat mich das Dragon Dreaming (DD) finden lassen. Die integrative Kraft und die Effektivität dieser Methode waren der Grund, die Ausbildung zum Dragon Dreaming Trainer zu durchlaufen und abzuschließen.

Dragon Dreaming schafft einen Raum in dem sämtliche Wünsche und Ziele an ein Projekt für alle erkennbar werden. Es schafft einen Überblick über die Fähigkeiten und Eigenschaften, die die Menschen, die in einer Projektgruppe versammelt sind, mitbringen, und zeigt auf, welche noch fehlen. Auf Grund dieser Erfahrungen hoffe ich, als Dragondreaming-Trainer anderen Menschen zu erfolgreichen Projekten und Gemeinschaftsprozessen zu verhelfen.

Unter Mit Drachen tanzen haben meine Partnerin/Kollegin Angelika Schall und ich bisher in Deutschland sowie in anderen Ländern der EU Dragon Dreaming Projekte und Workshops durchgeführt.

Schwerpunkte

Neben meiner Trainertätigkeit sind weitere Schwerpunkte meiner beruflichen Laufbahn:

Ich biete Einführungs- und Fortführungskurse in die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise und Vorträge zu diesem Thema an.

Desweiteren initiiere, begleite und unterstütze ich agrarpolitische Projekte für nachhaltige Landwirtschaft.

Ich habe langjährige Erfahrung mit der Arbeit, Ausbildung und Forschung auf biologisch-dynamischen Höfen und als Gartenbaulehrer an Waldorfschulen.

Sonstiges

WIPS-RAISING

Ein wissenschaftliches Erhebungsinstrument für ergebnisoffene Forschung

WIPS-Raising ist eine integrativ-partizipative und Ergebnis offene Methode wissenschaftlicher Erhebung. Sie dient sowohl quantitativer als auch qualitativer empirischer Forschung. Sie wurde von Andreas Boegner aus der Projektentwicklungsmethode Dragon Dreaming entwickelt.

WIPS-Raising wird in Workshops mit 5-10 Teilnehmern durchgeführt, deren engagierte Mitarbeit durch die Verbindung und das Wissen zum Thema (Experten) oder durch Betroffenheit vorausgesetzt ist. Der sonst übliche Interviewer wird durch einen Prozessbegleiter ersetzt.

Der Ablauf des Befragungsprozesses bei WIPS-Raising ist im Gegensatz zu Gruppenbefragungen oder Gruppendiskussionen, die heute bereits vielfach als qualitative Befragungsinstrumente genutzt werden, klar strukturiert. Er wird je nach Forschungs-, bzw Befragungsinhalt mit einer offenen oder eingrenzenden generativen Frage eingeleitet, die den gesamten Prozess bestimmt.

Der Ablauf ist dadurch gekennzeichnet, dass reihum jeder Teilnehmer eine Idee, einen Wunsch oder einen Vorschlag (WIPS: Wish-Idea-Proposal-Suggestion) zur generativen Frage äußert und anschließend das Wort an seinen Nachbarn weitergibt. Jeder Teilnehmer kann pro Runde nur einen Vorschlag äußern. Folge ist, dass auch ohne Eingreifen eines sonst üblichen Moderators keiner das Wort an sich reißen kann und es zu einem additiven Prozess kommt, in den sich alle integrieren und mit ihren subjektiven Vorschlägen Gehör finden. Die Runden werden fortgesetzt, bis es keine neuen WIPS mehr gibt.

Der Prozessbegleiter tritt hierbei völlig in den Hintergrund. Er sorgt lediglich für die Einhaltung der Abläufe und Regeln und schreibt vor der gesamten Gruppe die Äußerungen hintereinander auf, wobei er sich bei dem jeweiligen Sprecher rückversichert, ob die Verschriftlichung seiner Äußerung korrekt ist, d.h. richtig verstanden wurde. Es werden keine Verhaltensbeobachtungen oder Gesprächsprotokolle nebenbei geführt, sondern das gesamte Prozedere offen für alle Beteiligten dargestellt.

Durch das gemeinsame Sammeln der WIPS entsteht ein Flow, der dafür sorgt, dass das zusammen getragene Wissen mehr ist als die Summe der Wünsche jedes Einzelnen. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber den oft gebrauchten Einzelinterviews oder dem Ausfüllen von Fragebögen, die durch vorgegebene Fragen zum Thema einschränken. Außerdem wird ein hohes Maß an Objektivität erzielt. Denn jede Idee wird gleichberechtigt behandelt und in die Ergebnisse aufgenommen.

WIPS-Raising ist effektiv: erfahrungsgemäß sind innerhalb von 2-3 Stunden alle Vorschläge benannt.

In der Bearbeitung im Anschluss gibt es verschiedene Möglichkeiten, die zum einen quantitativen Charakter haben können, aber durch den Tiefgang der entstandenen Ergebnisse auch großen qualitativen Wert besitzen.

  • Die Aussagen können von den Workshopteilnehmern gemeinsam im Anschluss gebündelt werden, sodass ein überschaubares Bild entsteht. Aus den daraus resultierenden Themenblöcken können sie in einem weiteren Workshopschritt Texte formulieren. Diese können als Vorschlag, Forderung, Leitbild oder Vision gelten, je nachdem welcher Auftrag hinter der Umfrage steht.

  • Die Aussagen können von einem Wissenschaftler oder einem Forschungsteam thematisch sortiert und nach deren Fragestellung an das Thema ausgewertet werden (qualitativ).

  • Bei mehreren durchgeführten Workshops mit derselben generativen Frage, können die verschiedenen Aussagen von einem wissenschaftlichen Team nach Häufigkeit der Einzelaussagen ausgewertet und verglichen werden (quantitativ).

Status Trainer
Projekte